Vaidio unterstützt jetzt SIA DC-09 zur direkten Alarmübertragung an Leitstellen
Vaidio 10.0 ist ab sofort verfügbar. Die neue Version konzentriert sich vor allem auf eine effizientere Verarbeitung von Videobildern, die einfachere Skalierung großer Installationen und eine präzisere Bewertung von Alarmmeldungen. Darüber hinaus bietet Vaidio 10.0 neue Möglichkeiten zur Analyse bereits aufgezeichneter Videobilder und zum Einsatz von Vision Language Models als zusätzliche Verifizierungsebene. Nachfolgend stellen wir die wichtigsten Neuerungen vor.
Eine der wichtigsten Verbesserungen der neuen Version ist die effizientere Verarbeitung von Videostreams. Abhängig von der eingesetzten Hardware und Konfiguration kann Vaidio 10.0 bis zu dreimal effizienter arbeiten. Dadurch kann ein Server mehr Kameras und Analysen gleichzeitig verarbeiten. Endanwender können ihre bestehende Hardware somit besser nutzen oder bei neuen Projekten dieselbe Kapazität mit weniger Server- und GPU-Leistung erreichen.
Insbesondere bei großen Installationen kann dies einen erheblichen Unterschied machen. Dazu zählen beispielsweise Flughäfen, Kommunen, Industrieanlagen, Einzelhandelsketten und Leitstellen, in denen Hunderte oder sogar Tausende Kamerastreams analysiert werden.
Vaidio 10.0 unterstützt außerdem neue NVIDIA-Architekturen, darunter Blackwell und Grace Hopper. Damit ist die Plattform auf die neueste Generation von AI-Hardware vorbereitet. Diese Unterstützung ist vor allem für Organisationen interessant, die eine große Anzahl von Kameras anschließen oder mehrere rechenintensive Vision-AI-Anwendungen gleichzeitig einsetzen möchten. Bestehende Hardware kann weiterhin verwendet werden. Neue Installationen können jedoch von der zusätzlichen Rechenleistung und Effizienz der neuesten GPU-Generation profitieren.
Auch die technische Architektur von Vaidio wurde weiterentwickelt. Die Plattform bewegt sich zunehmend in Richtung einer modularen Multi-Container-Architektur. Dabei werden verschiedene Softwarekomponenten auf separate Container verteilt. Das klingt zunächst technisch, der Vorteil ist jedoch einfach: Einzelne Teile der Plattform können leichter verwaltet, gewartet und skaliert werden.
Wenn beispielsweise zusätzliche Kapazität für die Videoanalyse benötigt wird, muss nicht automatisch die gesamte Plattform erweitert werden. Dadurch eignet sich Vaidio besser für große Cloud-Umgebungen, Kubernetes-Installationen und Organisationen mit mehreren Servern oder Standorten.
Die Analyse aufgezeichneter Videobilder war innerhalb von Vaidio bereits möglich. Bisher konnten Nutzer Videodateien manuell hochladen und anschließend nach Personen, Fahrzeugen, Objekten, Verhaltensweisen oder bestimmten Vorfällen durchsuchen und analysieren lassen. Recorded Video Analysis vereinfacht diesen Prozess. Vaidio kann aufgezeichnete Videobilder nun direkt von einem verbundenen NVR abrufen und nachträglich analysieren. Das manuelle Exportieren und Hochladen von Videodateien ist dadurch nicht mehr erforderlich.
Historisches Videomaterial kann so schneller und einfacher untersucht werden. Die Analyse kann zudem zu Zeiten durchgeführt werden, in denen der Server weniger stark ausgelastet ist, beispielsweise nachts. Auf diese Weise wird die verfügbare Hardware über den gesamten Tag hinweg effizienter genutzt.
Eine der auffälligsten Neuerungen ist Vaidio Vista. Diese Anwendung nutzt ein Vision Language Model, um Alarmmeldungen aus der regulären Videoanalyse genauer zu bewerten. Die bestehenden Vaidio-Analysen führen zunächst die schnelle Erkennung durch. Sobald ein mögliches Ereignis festgestellt wird, kann Vista die Situation detaillierter betrachten und beurteilen, ob die Meldung tatsächlich relevant ist. Erkennt das System beispielsweise eine Person, die auf dem Boden liegt, kann Vista dabei helfen festzustellen, ob die Person möglicherweise gestürzt ist oder lediglich Sport treibt beziehungsweise Arbeiten ausführt.
Damit wird nicht nur das erkannte Objekt betrachtet, sondern auch der größere Zusammenhang der Situation. Dies kann dazu beitragen, unnötige Alarmmeldungen weiter zu reduzieren und Leitstellenmitarbeitern sofort zusätzliche Informationen bereitzustellen. Der Vorteil dieses Ansatzes besteht darin, dass ein rechenintensives Vision Language Model nicht permanent jeden Kamerastream analysieren muss. Es wird nur dann eingesetzt, wenn eine zusätzliche Verifizierung erforderlich ist. Vaidio kombiniert dadurch die Geschwindigkeit klassischer Video AI Analytics mit dem umfassenderen Kontextverständnis generativer AI.
Auch das Vaidio Command Center wurde erweitert. In Umgebungen mit mehreren Vaidio-Servern und Standorten können Anwender einfacher über eine zentrale Benutzeroberfläche arbeiten. Dazu gehören das Anzeigen von Livebildern, das Abrufen aufgezeichneter Videos, die Kontrolle des Kamerastatus und die Durchführung von Suchvorgängen über mehrere Kameras und Standorte hinweg. Dies vereinfacht die Verwaltung für Organisationen, deren Videoüberwachung auf verschiedene Gebäude, Niederlassungen, Standorte oder Regionen verteilt ist.
Vaidio 10.0 bietet außerdem neue beziehungsweise weiterentwickelte Integrationen mit March Networks und VDG Sense. Organisationen, die diese Videomanagementsysteme einsetzen, können Vaidio dadurch einfacher mit ihrer bestehenden Videoinfrastruktur verbinden.
Auch die Objektunterstützung innerhalb der Crowd Detection wurde erweitert. Dadurch kann die Plattform Menschenmengen und stark frequentierte Bereiche in mehr Situationen und mit zusätzlichen Objekttypen analysieren.
Zusammenfassend macht Vaidio 10.0 vor allem bei Kapazität, Skalierbarkeit und intelligenter Alarmverifizierung einen wichtigen Schritt nach vorn. Die Plattform kann mehr Videobilder verarbeiten, aufgezeichnetes Material nachträglich analysieren und Meldungen mithilfe von Vision Language Models präziser bewerten. Damit entwickelt sich Vaidio von einer Plattform für einzelne Videoanalysen zunehmend zu einer umfassenden Vision-AI-Lösung für Live-Monitoring, Recherche, Verifizierung und operative Erkenntnisse.
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