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So machen Sie Bilddaten zu einem strategischen KI-Vorteil

3 cameras mounted on building.

KI entwickelt sich in rasantem Tempo. Neue Modelle, Copiloten und Agents werden immer leistungsfähiger. Fast jedes Unternehmen beschäftigt sich inzwischen in irgendeiner Form mit KI, denn der Einstieg ist vergleichsweise einfach. Daraus ergibt sich eine interessante Konsequenz: Die Technologie selbst wird künftig kaum noch den entscheidenden Unterschied machen. Wenn alle auf dieselben Modelle, Tools und Automatisierungsmöglichkeiten zugreifen können, muss der Wettbewerbsvorteil an anderer Stelle entstehen. Nämlich bei den Daten, mit denen diese Technologie gespeist wird. Und genau hier liegen für viele Unternehmen noch enorme Chancen.

KI ist für alle verfügbar, Ihre Daten gehören Ihnen

Ein Sprachmodell wird von Tausenden Unternehmen genutzt, ein Wettbewerber kann einen AI Agent in kurzer Zeit nachbauen und auch im Softwarebereich entstehen immer schneller vergleichbare Lösungen. Was jedoch innerhalb Ihres eigenen Unternehmens geschieht, kann niemand einfach kopieren.

Diese Daten entstehen aus Ihren Prozessen, Standorten, Kunden, Mitarbeitenden, Warenströmen und dem täglichen Betrieb. Genau das macht sie einzigartig.

Je besser Sie diese Daten strukturieren und nutzen können, desto wertvoller wird KI für Ihr Unternehmen. Nicht weil das Modell durch Ihre eigenen Daten automatisch intelligenter wird, sondern weil es mehr Kontext erhält und Ihr Unternehmen auf eine einzigartige Weise verstehen kann. Genau hier kann Ihr eigener KI-Vorsprung beginnen.

Ein großer Teil der Realität fehlt in Ihren Systemen

Unternehmen verfügen heute über große Mengen digitaler Informationen. Das ERP-System weiß, welche Aufträge geplant sind, das CRM-System zeigt, welche Kunden Kontakt hatten, und Gebäudemanagementsysteme messen Temperatur und Energieverbrauch.

Ein großer Teil dessen, was tatsächlich geschieht, findet jedoch in der physischen Welt statt. Zum Beispiel ein Lkw, der später als geplant eintrifft, eine Warteschlange, die sich bildet, ein Raum, der kaum genutzt wird, oder eine Gruppe von Personen, die sich anders durch einen Bereich bewegt als erwartet.

Viele dieser Dinge werden zwar gesehen, aber nirgendwo als Daten erfasst. Genau hier können Bilddaten und Vision AI eine wichtige Rolle spielen.

Kameras sind mehr als nur Sicherheit

In fast jedem Unternehmen sind Kameras vorhanden. Meist dienen sie der Sicherheit: Die Aufnahmen werden gespeichert und im Nachhinein ausgewertet, wenn etwas passiert ist. In diesem Fall funktioniert eine Kamera im Grunde wie ein Rückspiegel.

Eine Kamera sieht jedoch deutlich mehr: Bewegungen, Objekte, Fahrzeuge, Bewegungsrichtungen, Auslastung, Verweildauer, Verhalten und Interaktionen.

Die meisten dieser Informationen bleiben ungenutzt, denn mit rohen Videobildern allein kann ein Computersystem nur wenig anfangen.

Genau hier kommt Vision AI ins Spiel. Vision AI ist künstliche Intelligenz, die lernt, Bilder zu „verstehen“, ähnlich wie wir selbst erkennen, was wir sehen: eine Person, ein Auto oder eine Warteschlange.

Das System schaut also nicht nur zu, sondern übersetzt das Gesehene in Informationen, mit denen sich tatsächlich arbeiten lässt. Die Kamera ist damit nicht mehr nur ein Aufnahmegerät, sondern ein Sensor, der Informationen darüber liefert, was in der physischen Umgebung geschieht.

Von Pixeln zu nutzbaren Daten

Ein Videobild besteht aus Pixeln. Damit kann eine Unternehmensanwendung zunächst wenig anfangen. Vision AI übersetzt diese Pixel in aussagekräftige Daten, zum Beispiel:

  • eine Person wurde erkannt;
  • ein Fahrzeug trifft ein;
  • jemand betritt einen bestimmten Bereich;
  • ein Objekt bleibt länger als fünf Minuten stehen;
  • zwanzig Personen befinden sich in einem Bereich;
  • ein Fahrzeug fährt entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung;
  • die Warteschlange wird länger;
  • ein Gabelstapler befindet sich in unmittelbarer Nähe einer Person.

Diese Daten können gespeichert, analysiert und mit anderen Systemen verknüpft werden. So entsteht eine neue Ebene von Unternehmensdaten: Daten über die physische Realität.

Von Sicherheit zu Unternehmensinformationen

Damit geht die Anwendung weit über reine Sicherheitsaufgaben hinaus. Dieselbe Kamera kann Informationen für unterschiedliche Unternehmensbereiche liefern:

  • Security: Erkennung ungewöhnlicher oder unerwünschter Situationen.
  • Operations: Einblicke in Warenströme, Wartezeiten und Auslastung.
  • Safety: Erkennung von Risiken und Überwachung von Sicherheitsprozessen.
  • Facility Management: Einblicke in die Nutzung von Räumen und Kapazitäten.
  • Commercial: Analyse von Besucherströmen und Auslastung.

Auf diese Weise werden Sicherheitskameras zu eigenständigen Datenquellen beziehungsweise Sensoren, die gemeinsam eine enorme Menge wertvoller Daten erzeugen können.

Die Frage von heute ist nicht die Frage in drei Jahren

Unternehmen stehen nicht still. Wachstum, eine neue Strategie oder andere Entwicklungen verändern kontinuierlich die Anforderungen an Technologie. Das gilt auch für Kamerasysteme.

Heute sollen Ihre Kameras vielleicht Eindringlinge erkennen. Im nächsten Jahr möchten Sie möglicherweise Wartezeiten messen. Danach entsteht vielleicht der Wunsch, betriebliche Muster zu erkennen oder Systeme automatisch auf Ereignisse in der physischen Umgebung reagieren zu lassen.

Nicht jede neue Fragestellung sollte neue Kameras, separate Lösungen oder eine vollständig neue Infrastruktur erforderlich machen. Genau deshalb eignet sich Vision AI so gut. Die Technologie ist flexibel: Die Kamera bleibt dieselbe, nur die Fragestellung verändert sich.

Ihre größte ungenutzte Datenquelle hängt vielleicht bereits an der Wand

Das Rennen um KI wird daher nicht allein dadurch entschieden, wer über die besten Modelle verfügt. Immer wichtiger wird eine andere Frage: Welche einzigartigen Daten kann Ihr Unternehmen für KI verfügbar machen?

Bei vielen Unternehmen hängt ein großer Teil der Antwort bereits an Wänden, Decken und Fassaden. Die Kameras sind vorhanden, die Bilder sind vorhanden und auch die physische Realität ist vorhanden. Jetzt geht es darum, diese Realität in Daten umzuwandeln.

Denn letztlich liegt der echte KI-Vorsprung nicht nur im Modell. Er liegt in dem, was Ihr Unternehmen weiß – und andere nicht.

Henk-Jan Hop

Smart Kameras. Smarter Erkenntnisse.

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